Ausgefallen Schlafen in Pfronten

Haengematten-Garten
Schlafen im Schmetterlingsgarten auf Hängematten – Foto: © Blumen Hartmann

Mindestens sieben Stunden Schlaf empfehlen Forscher, um fit und ausgeruht in den Tag zu starten. Tiefen Schlaf  findet man am besten in ruhiger, erholsamer Umgebung – oder in frischer Luft. Deswegen fühlen sich Gäste im Ferienort Pfronten auch so wohl. Aus insgesamt 4.500 Gästebetten können Urlauber wählen, welches ihnen die süßesten Träume verschafft. Aber nicht nur das: Wer mehr als einfach nur ein kuscheliges Bett wünscht, sondern für den Schlaf ein ganz besonderes Plätzchen sucht, wird hier fündig. Vom Portaledge bis zur Hängematte im Schmetterlingsgarten – Pfronten  bietet die wohl größte Auswahl an außergewöhnlichen Übernachtungsmöglichkeiten des Allgäus.

Schlafen im Baum in sieben Metern Höhe  

Höllschlucht heißt der Waldseilgarten, in dem in schwindelerregender Höhe von sieben Metern zwischen den Baumwipfeln Holzpodeste errichtet wurden, auf denen Urlauber schlafen können. Aber keine Sorge, nomen ist hier nicht gleich omen: Die Podeste sind schwebend, aber fest zwischen vier Bäumen installiert – ein Abstieg zum Boden ist jederzeit möglich. Mindestteilnehmerzahl vier Personen, Preis inkl. Isomatte und Schlafsack, Begehung der Parcours des Waldseilgartens, Abendessen und Frühstück im Baum 125,- Euro/p. Person.

Alternative: Schlafen in „Portaledges“. Diese Schwebebetten sind an dicken Ästen freistehender, großer Bäume aufgehängt – wie ein baumelndes Zelt. Der Auf- und Abstieg in die Schlafstätte ist nur mit Seilhilfe möglich. Das nächtliche Abenteuer im Baum ist zum Preis von 250,- Euro/p. Person buchbar. Darin enthalten: Isomatte, Verpflegung (Abendessen und Frühstück im Baum), Einweisung in die nötige Kletter- und Seiltechnik zum Auf- und Absteigen per Seil ins „Bett“ sowie Klettertour im Waldseilgarten.

Im Baumhaus zu Füßen der Burgruine Falkenstein  

Gut zehn Quadratmeter groß ist das geschmackvoll eingerichtete Gästezimmer mit Eckbank, Heizlüfter, chemischer Toilette, Porzellan und Besteck, Strom und  Licht. Doch nicht im Haupthaus der renommierten Schlossanger Alp, das sich unterhalb der Burg Falkenstein befindet, sondern umgeben von Baumwipfeln, in 6,5 Meter Höhe liegt die „Dependance“ des Viersternehotels, das Cucumaz Baumhaus. Nach einer Nacht in der kuscheligen Schlafkoje, in der zwei Personen Platz finden, serviert der Hotelchef das Frühstück ans Bett – per Seilzug im Korb! Preis 150,- Euro.

Übernachten in 300 Metern über dem Boden – in einer Felswand  

Wer es noch extremer möchte, ein Baum noch nicht hoch genug als Schlafplatz ist, also noch mehr Luft unter seinem Bett benötigt, der schläft in Pfronten nach Manier der Bigwall-Bezwinger in einer senkrechten bis überhängenden Felswand in bis zu 300 Metern. Preis für die ungewöhnliche Schlafstätte: 890,- Euro, inkl. Kletter- und Seiltechnikworkshop, Abendessen und Frühstück.

Camping im Reich von Pfauenauge und Aurorafalter  

Quasi bodenständig im Vergleich dazu ist das Übernachtungsangebot, das Pfronten nicht nur Verliebten macht: Wer Schmetterlingsgefühle erleben möchte, sollte eine Nacht in der Hängematte inmitten des üppig blühenden Schmetterlingsgartens verbringen. Umgeben von tropischen Pflanzen und frei umherfliegenden Faltern wird Schlafen paradiesisch. Preis: 38,- Euro/p. Person inkl. kleinem Abendessen und tropischem Frühstück.

Tipps für den Winter: Ein Bett im Heustadl  

Draußen Schnee, innen Heu: Ein unvergessliches Erlebnis verspricht ein winterlicher Ausflug in die Pfrontener Berge. Mit Schneeschuhen wandern die Quartiersuchenden gemütlich hinaus zu ihrer Bleibe, einem urigen Heustadl. Statt auf einer Federkernmatratze wird hier im würzigen Heu geträumt, das mit über 70 Heilpflanzen, Gräsern und Kräutern eine weiche, warme, aber auch gesunde Unterlage bildet. Nach erholsamen Schlaf und stärkendem Frühstück, das in einer nahegelegenen Berghütte eingenommen wird, geht’s mit Lenkbobs hinab ins Tal nach Pfronten. Preis inkl. Führung und Betreuung, Rucksack, Schneeschuh, Stirnlampe, Schlafsack mit frisch gewaschenem Inletts sowie Frühstück ab 80 Euro/p.Person.

Schneecamping nach Inuit-Manier  

Eine Übernachtung im selbstgebauten Schneebiwak wird für jeden „Winter-Camper“ zu einem unvergesslichen Abenteuer. Nach gut drei Stunden Schneeschaufeln, Sägen und Klopfen unter fachkundiger Anlei-tung ist ein Iglu schließlich bezugsbereit. Auf Komfort brauchen die Pfrontner Berg-Eskimos während der Nacht im Hochgebirge nicht zu verzichten – die Iglus bieten Platz für zwei bis drei Personen, isolieren erstaunlich gut. Kuschelig-warme Expeditionsschlafsäcke und Isomatten sorgen obendrein für Gemütlichkeit, Kerzenschein für Romantik. Das Eskimo-Wochenende am Breitenberg kostet inkl. Verpflegung ab 175 Euro pro Person, Kinder bis 14 Jahre zahlen 120 Euro.