Verkehrstipp: Augen auf an ungarischen Ampeln!

Ungarn Ampelsystem in Budapest - Foto: Flying Media Hungary

Touristen, die nach Ungarn mit dem Auto kommen, sollten an Ampelkreuzungen besonders aufmerksam sein, denn hier gelten manchmal andere Regeln, als man das von zu Hause gewöhnt ist. Keine Besonderheiten sind zu beachten, wenn die Ampel mit Pfeilen einzelne Richtungsfahrstreifen freigibt. Wenn das Ampellicht einen grünen Pfeil nach links zeigt, so bedeutet dies uneingeschränkt freie Fahrt, bei einem grünen Pfeil nach rechts ist dementsprechend auch nicht mit Fußgängerverkehr zu rechnen. Komplizierter wird es jedoch, wenn man nur ein „einfaches“ Grün ohne Richtungsanzeige hat.

An Ampelkreuzungen ist es oft so, dass bei gerade verlaufender Hauptstraße immer nur eine Richtung auf Grün geschaltet wird. D.h. Linksabbieger müssen nicht mit kreuzendem Gegenverkehr rechnen, wer nach rechts abbiegt, muss jedoch – eventuell! – auf Fußgänger oder Fahrradfahrer Rücksicht nehmen. Was den querenden Verkehr aus den beiden Nebenstraßen angeht, so kommt es oft vor, dass hier beide Richtungen gleichzeitig „Grün“ bekommen. Für Linksabbieger hat dies zur Folge,  dass sie beim Abbiegen auf den Gegenverkehr achten müssen. Es ist also nicht egal, ob man sich auf der Haupt- oder Nebenstraße befindet – trotz funktionierender Ampel!

Es kann für Ungarnbesucher ein wenig verwirrend sein, da eine grünes Ampellicht unter Umständen querungsfreie Fahrt verspricht, aber eben nicht in jedem Fall. Achten Sie an ungarischen Ampelkreuzungen also immer darauf, ob auch der Gegenverkehr losfährt! Denn die oberste Regel im Straßenverkehr – gegenseitige Rücksichtnahme und umsichtiges Fahren – gilt natürlich auch hier.

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